Archiv für Juli, 2008

Die Beatles! (OK, der Beatle…)

Donnerstag, 31. Juli 2008 at 20:20

In rund vier Stunden ist mein Flug angesetzt. Also noch vier Stündchen meines 3-monatigen Aufenthaltes in Nordamerika sind mir noch übrig geblieben… Und seit einer Weile habe ich mich nicht mehr hier im Blog gemeldet, also werde ich noch ein bisschen zusammenfassen was so alles geschehen ist in den zwei letzten Wochen hier.

Als ich meinen letzten Beitrag geschrieben habe war ich gerade in Washington DC am kochen – war gar nicht so schlecht. Wahrscheinlich das wohl erste Mal das Capuns in Washington DC serviert wurden. Wir sind noch weitere zwei Tage in Washington gewesen. Am Freitag haben wir uns das Air & Space Museum sowie das American Natural History Museum angeschaut – beide gehören zum Smithsonian, so sind beide Gratis. Danach sind wir in die National Archives gegangen, wo wir die Unabhängigkeitserklärung gesehen haben, sowie die erste Version der Verfassung und die Bill of Rights. Am Abend haben wir ein Jazzkonzert genossen und dann noch zu Hause bei Joe mit zwei seiner Freunde und seiner Frau den Abend verbracht. Am Samstag haben wir uns dann noch das Spiel der Washington Nationals gegen die Arizona Astros im Stadion angeschaut (Baseball).

Am Sonntag hiess es dann weiter. Wir haben ein Ticket für nur 73$ von Washington DC bis Montreal gefunden, diesmal mit dem Zug. Allerdings dauerte die Fahrt von 3.15 morgens bis 7.15 abends… War aber angenehmer als mit dem Bus, und wenn ich richtig liege, auch schneller. Wir haben uns entschieden in Montreal noch ein paar Tage zu bleiben, so sind wir am Montag Morgen in der Schule gelandet und haben unsere alte Schulkollegen wiedergesehen. Am Abend sind wir dann wieder Mal in den Peelpub gegangen, am Dienstag konnten wir auf eine Bootparty mit, welche die Schule organisiert hat. Es war angenehm und schön viele wiederzusehen, obwohl einige nicht mehr in Montreal waren.

Am Mittwoch sind wir dann weiter nach Quebec City gefahren. Von vielen gelobt und als must-to-see bezeichnet, freute ich mich bereits darauf. Speziell an Quebec City war dass sie dieses Jahr ihr 400tes Bestehen feiert. So lief einiges. In Quebec City sind wir bei Francois-Xavier untergekommen, einem Couchsurfer. Für die ersten drei Nächte hatten wir ein Wasserbett, für die letzten zwei Nächte eine Luftmatratze. Wir konnten bei ihm unseren Aufenthalt verlängern, und zwar aus einem ganz bestimmten Grund: Als wahrscheinlicher Höhepunkt der 400-Jahr-Feier gab es ein Gratiskonzert, und zwar nicht nur einfach ein Gratiskonzert. 200’000 Zuschauer wurden erwartet um Paul McCartney live und gratis zu hören! Da gab es einfach keine andere Möglichkeit als unseren Aufenthalt zu verlängern und auch ans Konzert zu gehen! Wie zu erwarten war dieses Konzert einfach der Hammer. Die Beatles – OK, den Beatle – live zu sehen ist halt schon etwas Spezielles. Paul hat uns dann auch mit vielen verschiedenen Beatlessongs verwöhnt, als da wären zu nennen: Hey Jude, Let it Be, Yesterday, The Long and Winding Road, All my Lovin’, Sergeant Pepper’s Lonely Heart Club Band, und und und. Ein Höhepunkt des Konzerts war sicher als Paul bei Hey Jude aufgehört hat zu spielen, und schlussendlich fast alle 200’000 Zuschauer (ich bin überzeugt dass rund 50’000 mehr waren) mitsangen. Ein Erlebnis das nicht verglichen werden kann!

Nach Paul mussten wir dann weiter, und Ottawa war die nächste Stadt auf unserer Liste. Dort haben wir uns natürlich das Parlamentsgebäude angesehen, wir durften sogar in die Säle (House of Commons, Senatskammer) rein (und mussten nicht einmal eine ID zeigen! Kanada ist halt doch anders als USA). Weiter hat sich Andy das Kriegsmuseum angeschaut, ich habe mir das Museum of Civilization angeschaut sowie die National Art Gallery of Canada. In Ottawa konnten wir auch Couchsurfen, wir waren bei einer Familie mit einer 8-jährigen Tochter und einem 16-jährigen Sohn. Wir beide durften das Zimmer der Tochter benutzen, welches schön pink war, dafür aber “bunk beds” hat. Ich durfte Mal wieder meine Kochkünste zeigen, und so gab es in Ottawa für das wahrscheinlich erste Mal Pizochels.

Und schon sind wir in Toronto angekommen… Am Ende unseres Trips. Diesesmal hat es leider nicht funktioniert mit Couchsurfing, und so sind wir in ein Hotel gegangen. Die Jugi war ausgebucht. Aber macht nichts, wir waren in 2-Minuten-Laufweite des Yonge-Dundas-Square, da wo alles lauft wenn etwas lauft in Toronto. Also schön in der Mitte von Downtown. Wir konnten CN Tower, Chinatown, Parlamentsgebäude, Universität, Distillery District, Toronto Islands und Hockey Hall of Fame (der NHL! Stanley Cup betatschen!) abhaken. Am Mittwoch haben wir einen Trip an die Niagarafälle gemacht – amazing!

Ja, und jetzt sitze ich hier. Bald zurück in der Schweiz. Gespalten, da es einerseits ein geniales Erlebnis war, ich viele Leute kennengelernt habe und Kanada wirklich ein schönes Land ist, andererseits auch Freude wieder zu Hause zu sein, da die Schweiz halt einfach meine Heimat ist. Meine Englischkenntnisse sind nebenbei auch noch einiges besser geworden, habe ich jedenfalls keine Probleme mehr mit Konversation, lesen oder hören. Was genau hier mit dieser Seite passieren wird weiss ich nicht, jedenfalls werde ich zu Hause dann noch meine restlichen paar Fotos der Reise raufschalten, falls jemand sich die Höhepunkte der Reise auch in Bilder anschauen will. Danke jedenfalls an meine Leser ;-)

So, Mal hoffen dass mein Flugzeug nicht abstürzt! :D

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von Clau

Big Apple – White House

Donnerstag, 10. Juli 2008 at 21:58

Hmm… einige Zeit vergangen seit meinem letzten Eintrag hier. Mittlerweile ist wieder einiges geschehen!

Bei meinem letzten Eintrag war ich ja noch in Maine, im Nordosten der Staaten. Mittlerweile habe ich Boston besucht, New York erlebt und bin in Washington DC angekommen. Aber der Reihe nach.

Meine Zeit in Maine war eigentlich relativ kurz. Am Montag haben wir den Acadia National Park angeschaut und sind danach zurueck nach Portland gefahren. Wir konnten bei der Familie von Ursulina uebernachten, und so hat Ursulina uns am naechsten Tag die wichtigen Sachen in Portland gezeigt. Und das wars dann eigentlich auch schon… Wir sind nach Boston zurueckgefahren. Obwohl dieser Trip relativ kurz war, war er doch interessant. Als Ursulina gesagt hat dass sie fuer ein Jahr in die USA faehrt haette niemand daran geglaubt dass ich sie besuchen werde. Aber bis ich in Montreal ankam habe auch ich nicht wirklich daran geglaubt in ein Land zu reisen dass von einem Praesidenten wie Bush regiert wird. Somit war es doch noch etwas Spezielles, mein Trip nach Portland.

Zu Boston. Leider hat es da mit Couchsurfing nicht so richtig funktioniert. Wir sind aber in einer Jugendherberge untergekommen. Wir haben dann erstmal so richtig Sightseeing gemacht. Vom Freedom Trail (Unabhaengigkeitsgeschichte) bis zu Harvard und das JFK Museum haben wir es geschafft. Schlussendlich haben wir noch das wohl beste Feuerwerk in den Staaten am Unabhaengigkeitstag, 4th of July, ebenfalls in Boston angeschaut. Jedenfalls wurde uns gesagt dass fast alle Amis am 4th of July das Konzert und das Feuerwerk in Boston anschauen.

Wir sind dann bereits weiter nach New York. Wir haben es geschafft ein Bus fuer 15$ pro Person zu kriegen, so eine chinesische Firma. In New York hat es dann endlich mit Couchsurfing geklappt. Wir sind in einem Appartment untergekommen, wo noch mehrere andere waren. Wir waren in Manhattan an der Lower East Side in 3-Minuten-Reichweite der Metro. In der Wohnung angekommen haben wir zuerst zwei Oesterreicher kennengelernt, die die letzte Nacht da verbracht hatten. Weiterhin war noch eine Texanerin zwei Naechte da, eine Malaysianerin fuer drei Naechte, eine Nacht war auch noch der Besitzer anwesend mit einer Kollegin die er irgendwo im Bus aufgeschnappt hat. Ein sehr spezielles Erlebnis, aber darueber laesst es sich schwer schreiben. Wir haben in New York alles moegliche gemacht. Wir waren bei der Freiheitsstatue, Ellis Island, Ground Zero, Central Park, Finanzdestrikt und Wall Street, Hauptquartier der UNO, Museum of Modern Art, Madison Square Garden, Times Square, Broadwas (Phantom of the Opera), Rockefeller Center, Empire State Building… Genial in New York: Ich bin am Montag Abend alleine in die Phantom of the Opera-Show gegangen, weil ich die unbedingt sehen wollte. In der Pause treffe ich da ploetzlich Matthias Rageth von der Kanti Chur mit seiner Familie. Sind wir wirklich in New York am Broadway? Zufaelle passieren anscheinend…

Aber auch der Big Apple ist bereits Geschichte. Mittlerweile sind Andy und ich in Washington DC angekommen. Wir haben wieder einen Chinabus genommen und sind wieder fuer jeweils 15$ vier Stunden lang mit dem Bus gefahren. Kranke Sache, anscheinden lohnt sich das aber fuer die Fahrer. In Washington sind wir bei Joe Killiany untergekommen, wir haben ihn in Montreal an der Schule kennengelernt, wo er am Franzoesisch lernen war. Er hat uns herumgefuehrt, mittlerweile haben wir bereits das Weisse Haus, Capitol Hill, Supreme Court sowie die Memorials von Washington, Lincoln und Jefferson gesehen. Bush hat Glueck dass er in Japan ist, sonst haette ich ihm einen A$%##-Tritt verpasst ;-) . Wir werden noch bis Sonntag hier sein, danach gehts zurueck nach Canada.

Fein – heute gibt’s Capuns. Clau kocht ;-)

Abgelegt von Kanada & USA
von Clau